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 Noah Warren

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Noah Warren
Mondklasse
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BeitragThema: Noah Warren   Sa Feb 12, 2011 11:33 pm





"Und welche Blutgruppe hast du?"
Noah Warren




allgemeines

Nachname: WARREN
Vorname: NOAH
Spitzname: JOKER

Alter und Geburtstag: 17 JAHRE . geboren am 21. AUGUST
Sternzeichen: eingebildeter und extroventierter LÖWE

Status: SCHÜLER

Geschlecht: MÄNNLICH
Gesinnung: EGOSEXUELL . BISEXUELL


Rasse: reinblütiger VAMPIR
Fähigkeiten: ILLUSIONSKUNST . ELEMENTARMAGIE (eis) . vampirische GRUNDFÄHIGKEITEN
Seine grundgelegene Fähigkeite vergleicht der Vampir gerne mit einer simplen und doch faszinierenden Art von Kunst. Einer sehr zarten und flüchtigen, jedoch genauso bildschönen. Dinge zu erschaffen, unmögliche Dinge, die es niemals geben wird, niemals geben könnte; ganze Welten; eigenständige Persönlichkeiten; wirre Gedanken; unwirkliche Träume; geheime Wünsche; alles, einfach alles, was der Verstand sich nur erdenken vermag. Diese Schöpfungen, aus der Vorstellung entsprungen, scheinen zunächst sehr real, ja, wie lebensecht und doch sind sie nicht mehr, als reine Einbildung, ein guter oder böser Schein, eine... Illusion. Das ist es, was Noah wirklich auszeichnet. Seine Fertigkeit der Illusionskunst. Jemanden in eine dieser Irrealitäten zu führen, ist für den jungen Vampir ein einfaches Spiel. Anfangs wird man es nicht merken, dass man sich in einer Trugwelt befindet. Stets gestaltet der Meister seine Übergänge fließend. Man schließt nur kurz die Augen oder öffnet eine einfache Tür, sei es die zu dem eigenen Zimmer und plötzlich tritt man auf die Straße einer japanischen Großstadt bei Nacht. Der Himmel ist mondlos und wolkenfrei. Bunte Lichter blinken überall, es ist schwül, irgendwie laut und neonfarbene Drachen zieren die Gebäude. Während man seinen, durch grelle Lampions erhellten, Weg beginnt, begegnet man vielen Menschen; alle tragen sie Masken. Katzendämonen, Wolfsgötter, Marderhunde, Oni, Drachen und weitere Gestalten der japanischen Mythologie kann man hier sehen. Doch versucht man einen von ihnen mit dem Blick zu folgen, wird man sehr überrascht sein zu sehen, wie aus einem kleinen Jungen, das Gesicht versteckt hinter einer rotweißen Kitsunefratze, ein kleiner Fuchs wird, stehend auf zwei Pfoten und grinsend, ja, ein unheimliches und allwissendes Grinsen. Aus gesichterlosen Frauen werden bei dem zweiten Blick betörende Yuki no Onna, Mädchen mit Rabenmasken sind plötzlich geflügelte Tengu und selbst der ältere Herr, der so gemäß diese unendliche Straße entlangschreitet, verwandelt sich in einen imposanten Inugami, ist er erst einmal an einem vorbeigegangen. Jedes dieser Kreaturen beginnt sich in einen großen Zug einzureihen. Wie eine Parade führt er einen durch die Stadt, mit Kunststücken und Tricks wird man unterhalten. Buntes Feuer speiht der Drache, während die Tanuki mit spektakulären Verwandlungen um die Wette eifern. Manche werden von diesem Schauspiel sofort in den Bann gezogen, skeptische Genossen aber werden sich wohl wundern, dass sie die einzige Zuschauern sind. Nun, beinahe zumindest. An der Seite des Geschehens steht schließlich ein unbeteiligter junger Mann, fein gekleidet in einen schwarzen Anzug und freundlicher Miene. Ja, als Erschaffer ist natürlich auch Noah selbst in seinen Illsuionen dabei, allerdings klärt er seine "Opfer" nie über das auf, was gerade passiert oder wo sie sind. Und ehe man sich versehen hat, steht man in seinem Zimmer, im Türrahmen ein äußerst selbstzufriedener Vampir. Keine Stadt, keine sonderbaren Kreaturen, kein Umzug. Und wahrscheinlich ist das der Moment, an dem viele an ihrem Verstand zu zweifeln beginnen, sofern sie nicht von selbst erkennen, dass der merkwürdige Traum einfach nur in ihrem Kopf entstanden war, nicht länger als eine einzige Sekunde gedauert hatte und allein das Werk des hellhaarigen jungen Mannes war, der entweder sichtlich Langeweile gehabt haben musste oder jemanden einfach nur eine Lektion erteilen wollte. Denn wenn es um die Art der Illusion geht, sind dem Vampir keine Grenzen gesetzt. Nächstes Mal wird er einem vielleicht eine Fantasiewelt zeigen, oder an einen ganz gewöhnlichen Ort bringen. Womöglich bleibt auch die Umgebung gleich und er zaubert einem nur ein paar Kleinigkeiten hervor, wie eine unechte Rose, die bei Berührung in sich zerfällt oder einen Schmetterling, der bei gleichem Verhalten in tausend kleine Kristallsplitter zerspringt. Bildschöne Kunst eben. Nur sollte man sich immer vor Augen halten, dass nichts davon real ist. Man kann in diesen Illusionen nicht sterben und versucht man es, wacht man einfach nur aus ihnen auf. Der Schmerz, der sich darin so echt angefühlt hat, wird in der Realität keine Auswirkung auf einen haben; genau wie eine Verletzung, die bei Aufwachen nichtmehr da sein wird. Nur die Erinnerungen bleiben einem. So gesehen dienen diese Illusionen mehr oder weniger zur Unterhaltung und zur Faszination. Ganz anders steht es da schon mit der Tatsache, dass der amerikanische Großstadtvampir in der Lage ist, sich eine besondere Art der Elementarmagie zu bedienen - der, des Eises. Somit kann er alle möglichen Arten von Flüssigkeiten (sie müssen jedoch Wasser enthalten; Blut is davon ausgenommen!) mit einer einzigen Berührung gefrieren lassen. Ganz schon gefährlich, möchte man meinen, doch Noah ist - und er würde diese Tatsache niemals zugeben können - noch recht unerfahren in der praktischen Verwendung dieser Kräfte, weshalb er noch langa Zeit üben muss, um einmal einen ganzen Teich vereisen zu können. Von Geburt aus war ihm schließlich nur das vampirische in die Wiege gelegt worden: Schnelligkeit, mit der kein Mensch sich je messen könnte; Stärke, die jedem Sterblichen die Verwunderung in den Geist treibt und verbesserte Sinne, die sich vorallem bei seinem Geruch (de Witterung von Blut) und seiner außerordentlich guten Augen deutlich machen.




aussehen

Wenn man Noah als gewöhnlicher Passant auf der Straße begegnet, so ist es doch sehr wahrscheinlich, dass selbst der nachdenklichste von allen für den Moment aufschreckt und überrascht den Kopf zurückwendet, um sich des Bildes vor seinen Augen zu vergewissern. Denn eines ist zumindest so klar wie Glas: Der junge Mann ist äußerlich gesehen alles, außer gewöhnlich. Zu einem bekommen wir hier hell türkises Haar zu sehen; frisch, kühl und sehr frech. Obwohl es in ungebundenem Zustand gar bis zu den Schultern Noah's reicht, so wirkt es eher wie eine ungleichmäßig geschnitte Kurzfrisur, wenn es von seinem Besitzer hochgesteckt und mit Spangen fixiert wird. Wobei "fixiert" kann man dieses grün-blaue Nest nicht wirklich nennen, zumal in vorderen Bereich stets zwei Strähnen frei herunterbaumeln. Aber auch hintenrum scheint nicht immer alles zu sitzen. Selbst das Ponny wirkt unordentlich und wüst, teilt sich sogar im linken Bereich ein wenig und hängt ab und zu mal in dem Paar leuchtend roterpinker Augen. Tiefpink, um genau zu sein, doch blicken sie nicht gerade in direktes Sonnenlicht, so erscheinen sie dünkler, als sie in Wirklichkeit sind. Und kälter, gefährlicher... Schon diese Kombination der beiden Eigenschaften reicht aus, um den einen oder anderen neugierigen Blick auf sich zu lenken - ob ungewollt oder nicht, darüber lässt sich durchaus streiten. Über eines jedoch nicht: Als Vampir, dazu ein geborener, hat er eine gewisse anziehende Wirkung auf andere Wesen jeglichen Geschlechtes, ob er jedoch als attraktiv gilt, das muss ein jeder selbst entscheiden. Fakt ist, dass er eine schöne, reine Haut besitzt, fahl leuchtend, wie Mondlich und eiskalt, ohne die kleinste Spur von wohliger Wärme. Sein Gesicht ist im Grunde genommen recht ansehnlich, genau wie der großgewachsene Körper, mit den fein definierten Muskeln - wirklich durchtraniert ist er jedoch nicht. Am liebsten kleidet der junge Herr sich sportlich und bequem; stets dem Wetter gemäß und eher in dunklen Farben. Genauso sehr liebt er es jedoch sich für Feste und Feierlichkeiten ein wenig schick zu machen.

Haarfarbe: ein helles TÜRKIS
Augenfarbe: ein dunkles PINK
Größe: stolze 187cm
Gewicht: durchschnittliche 71kg

besondere Merkmale: Keine Narben und keine Muttermäler zieren Noah's Körper; dafür allerdings ein schwarzes Tatto auf dem rechten Schulterblatt - eine Jokerkarte. Zudem hat der junge Vampir sich mehrmals piercen lassen; zum einen das rechten Ohr (zweimal) und zum anderen die Zunge - beide male verwendete er silberne Ornamente.




charakter

Personlichkeit: Noah ist - und dies kann man mit Recht behaupten - ein Charakter, der seinesgleichen erst noch finden muss. Auf der einen Seite verkörpert er einen jungen, charmanten Gentleman. Verführerisch, geheimnisvoll und zurückhaltend; wie ein Charmeur der alten Schule zu sein hat. Er wirkt gebildetet, ruhig, scheint sich gerne auf einer gehobenen Ebene zu unterhalten - was wohl nicht gerade wenig mit seiner autoritären Erziehung zu tun hat - und weiß, wie er sich in einer bestimmten Situation verhalten muss. Seine Manieren sind vortrefflich und sein einsames Lachen blendet einen förmlich mit schier grenzenlosen Perfektionismus. Doch Vorsicht sei geboten! Diese löblichen Eigenschaften sind beinahe nichts mehr, als eine Farce. Ein Mittel der Manipulation, dessen Noah sich bedient, um das zu bekommen, was er möchte - und darin ist er wirklich verdammt gut. Er ist ein sehr extroventierter Mensch - ein stolzer und selbstsicherer Löwe - der sowohl eine gewisse egoistische, wie auch narzistische Ader an sich hat, was ihn manchmal ein wenig wie einen kalten Bastard von Vampir wirken lassen mag. Verstärkt wird dieses negative Bild dadurch, dass der Türkishaarige eine Neigung zum Sadismus hegt; nur eine ganz leichte, aber sie kann einem das Leben ganz schön zur Hölle machen, vorallem, wenn Noah sie an einem seiner "Eingentümer" auslebt. Meist schwächere Wesen, die der Vampir zu seinem Besitz macht, die allein ihm "gehören" und denen er sich gegenüber unfassbar besitzergreifend und eifersüchtig verhält. Diese Spielzeuge, wie er sie auch nennt, sind auch meist die Opfer seines kränkenden Humors und seines - recht außergewöhnlichen, so möchte man meinen - Hobbies mit dem Verstand anderer zu spielen. Dabei grenzt Noah's Verhalten stark an sexuelle Belästigung. Er liebt es einfach andere zu bedrängen; seelisch, aber auch körperlich. Der Ausdruck von Nervosität und Angst auf den Gesichtern anderer, erfreut ihn auf eine gewisse Weise, wobei er ziemlich vulgär und scham-, wie auch taktlos vorgehen kann. Zeigt man allerdings keine Reaktion, so lässt Noah einen auch wieder in Ruhe; denn Wesen, die nicht mit ihm spielen wollen, befindet er für langweilig und unverwertbar. Nicht wirklich sozial, aber der ist der arrogante Vampir nunmal. Er flirtet gerne mit hübschen Männern und Frauen, tut es jedoch allerdings aus dem reinen Spaß an der Freude, da er nicht an die Liebe glaubt. Oder besser: es ließ sich noch nicht davon überzeugen. Alles, was ihn wirklich glücklich macht, ist der Luxus, ohne den der blasierte Noah wenig Sinn sähe auf der Erde zu wandern. Aber ist es etwa nicht möglich, dass auch er noch seine Lektion für's Leben lernt?

Stärken:
× eine relativ gute Wesenskenntnis; wobei er manche einfacher durchschauen kann, als andere
× seine körperliche Kraft, durch die er recht fit und ausdauernd ist
× kann sich durchaus sehr charmant ausdrücken und hat sonderlich gute Manieren
× ist ein scharfsinniges Kerlchen, welches auch mit schwierigen Logikproblemen rasch fertig wird

Schwächen:
× kein geregelter Blutdurst, weshalb er schwer zu kontrollieren ist
× alles, was Kreativität und Eigeninitiative erfordert (eher der große Logiker)
× schwer für etwas zu begeistern und meist auch rasch wieder gelangweilt
× ist unglaublich stolz und bringt sich eher in Gefahr, als dass er Hilfe annimmt

Macken und Angewohnheiten: Noah's Macken lassen sich auch zwei konkrete Schlimmstfälle fokusieren, von denen einer besagt, dass der Vampir immer, wenn er gestresst ist und ein bisschen Dampf ablassen muss - oder auch einfach nur, um sich die Zeit zu vertreiben - zu seiner Lieblingsmarke Zigaretten greift. Die andere wäre seine Angewohnheit seine Mitwesen kuriose, merkwürdige - wie auch öfters beledigende - Spitznamen zu verteilen.

Interessen:
× interssiert sich sehr für klassische Musik, hört aber auch gerne Jazz
× Rosen als Dekorationsblume, aber auch als Zeichen auf Kleidung und Furnitur
× gute Bücher und gehobene Literatur (ist ein begeisteter Fan von F. Nietzsche)
× edle, alte und stilvolle Dinge (kann gut ohne neutechnologischen Schnickschnack überleben)
× die Gesellschaft und das Flirten mit schönen Frauen, wie auch mit Männern
× Reptilien (er besitzt eine eigene Grasnatter; er nennt ihn Luzifer)
× Luxus und die Verschwendersucht
× sehr lange, fast schon unmenschliche Schlafenszeiten
× das Spielen auf seiner alten schwarzen Violine
× heftige und laute Gewitter, dazu lange Regenschauer

Desinteressen:
× starke oder penetrante Gerüche, die sich in seiner Nase festsetzen
× törichte und einfach nur dumme Menschen ("dämlich" nach seiner eigenen Definition)
× Anhänglichkeit, sei es von kleinen Kindern oder von seinen Partnern
× kritisiert, getadelt und vorallem angeschrien zu werden
× Unruhe oder Unordentlichkeit (Sauberkeitsfimmel!!)
× in seiner Freizeit gestört oder genervt zu werden
× neugierige und vorlaute Grünschnäbel
× seinen Willen nicht zu bekommen oder seine Wünsche ignoriert zu belassen
× ohne Vorwarnung, oder besser gesagt ohne Erlaubnis, berührt zu werden




hintergrund

Herkunft: Clearwater; Florida (USA)

Jemand hat einmal gesagt, dass das Leben echt beschissen verlaufen kann und man selbst, aus welchen Gründen auch immer, einfach nicht in der Lage ist irgendetwas daran zu ändern. Wer nur ein einziges mal wahre Verzweiflung erlebt hat, der weiß wovon die Rede ist. Menschen werden geboren und sind zugleich tot. Bereit vor dem Beginn ist das Ende stets vorher bestimmt. Aber von Zeit zu Zeit sterben einige vor ihrem eigentlichen Ende. Selbst wenn ihre Körper bleiben und ihr Herz seinem üblichen Rythmus folgt, so sind viele innerlich schon lange verendet. Dann gibt es aber auch diejenigen, die Angst davor haben, dass mit ihnen eines Tages dasselbe geschieht und sie ihrem vorzeitigen Tod mit Gleichgültigkeit gegenüber zu stehen beginnen. So wie Noah Warren es tut. Heute würde der 17-Jährige es sich nicht verzeihen, wenn es mit ihm so weit käme. Denn er weiß, dass er kämpfen und sich dagegen wehren wird, solange es nur geht. Er möchte nicht den gleichen Fehlern nacheifern, die man ihm ein ganzes Leben lang vorgemacht hatte...

Er war drei Jahre alt gewesen, als seine Eltern ihn zur Adoption freigaben. 36 Monate, 144 Wochen, 1095 Tage, an die er überhaupt keine Erinnerung mehr besitzt. Er weiß nicht, wie sie ausgesehen haben, sein Vater und seine Mutter. Ob sie gute Menschen gewesen waren, oder schlechte, streng oder liebevoll. Er entsinnt sich nicht mehr an das kleines Haus am Rande von Clearwater und auch nicht an seine zwei älteren Geschwister, die an diesem heißen Julitag, an dem er in das "Charity Home for Children", ein Waisenhaus für nicht-mneschliche Kinder, gebracht wurde, furchtbar geweint hatten. Er hat es vergessen. Alles vergessen. Und er wird nichts davon je wieder zurück bekommen. Aber wenn es nur diese eine Tatsache gewesen wäre, hätte er gut damit leben können - shit happens, nicht? Wenn ihn seine Eltern nicht gewollt hatten, dann sollte es eben so sein, heute darüber Tränen zu vergießen wäre sinnlos. Aber genau das ist es wiederum, was Noah heute nicht loslassen will - warum? Warum hatte man ihm drei Jahre lang das Gefühl vermittelt eine Familie zu haben, um es ihm nur kurz darauf wieder zu nehmen? Er konnte ja nicht ahnen, dass es aus Liebe geschehen war; nur, um ihm die Möglichkeit auf eine bessere Zukunft zu geben. Er wusste ja nicht, wie schlecht es seinen Eltern damals gegangen war und wie schwer sie es mit zwei Kindern hatten, für die Wohnungsmiete aufzukommen, aber er fragte auch nie nach. Vielleicht hätte es ihm geholfen, die vier Jahre im Kinderheim besser zu überstehen, wenn es ihm damals jemand erklärt hätte; vielleicht aber auch nicht. Jeder muss selbst für sich entscheiden, ob ein Leben in Armut eträglicher ist, als eines in Einsamkeit. Und während der Zeit im CHfC war Noah sehr oft allein. Vorallem deshalb, weil er mit 4 Jahren begann sich vor der Welt zu verschließen. Er wollte keinen Kontakt mit anderen, keine Freunde, mied jede Form von Kommunikation, solange sie sich nicht als unbedingt nötig herrausstellte und sprach auch sonst nur sehr selten ein Wort. Seine Fluchtmöglichkeit hatte er in Form von Selbstbeschäftigung gefunden und während seine Altergenossen draußen Sandkuchen backten, versuchte er sich vergebens selbst das Lesen und Schreiben beizubringen. Die Betreuer befanden sein Verhalten für unnormal. Er durfte zwar die Vor-, aber nie die Grundschule besuchen. Stattdessen wurde der Junge von einer Psychologin, zur anderen gezerrt und unter dem Vorwandt ihm zu helfen dazu gebracht, zu erzählen, was ihn bedrückte. Jedes mal, immer wieder aufs Neue. Und irgendwann begann er einfach Dinge zu erfinden. Er dachte mir Geschichten aus, die nichtmehr dem entsprachen, was er fühlte, sondern dem, was man von mir hören wollte. Es klappte. Eines Tages hörten seine Sitzungen auf, Noah war damals 7 Jahre alt. Es war, so könnte man sagen, auch der Zeitpunkt der größten Wende seines Lebens. Eine Woche vor seinem Geburtstag hatte er sie das erste mal gesehen. Eine flatterhafte, junge Frau, mit blonden Haaren und einem viel zu extravaganten, roten Lippenstift. Den ganzen Tag über hatte sie ihn angelächelt, aber kein Wort gesprochen. Nichteinmal seinen Namen wollte sie wissen. Ausgerechnet diese Frau würde ihn später ihren Sohn nennen, der Menschenfrau Danielle Warren, verheiratet mit dem Finanzfirmenmanager Stephen Warren, einem Vampir, wie auch Noah. Es war der 14 Mai gewesen.

Die Straßen von Los Angeles waren laut, hektisch und fremd. Seit dem Moment, an dem ich zum ersten Mal die Augen aufgeschlagen und aus dem Fenster von Danielle's und Stephen's Appartement geblickt hatte, wusste ich, dass ich schrecklich einsam sein würde. Genauso einsam, wie im Kinderheim und das obwohl ich jetzt endlich eine Familie hatte. Eltern. Vater und Mutter, wie seltsam das klang. Ich würde lange brauchen, bis ich mich daran gewöhnt hatte, dass ich jetzt kein "Waise", sondern ein einfaches Kind war. Ich erinnere mich daran, dass ich oft ausgelacht wurde, von den anderen, weil ich adoptiert war, aber wisst ihr was? Es hat mich nie gestört, nicht ein einziges mal. Ich war jetzt Noah Warren und ich war stolz darauf. Zumindest lange Zeit...
Wenn Noah heute daran zurückdenkt, kann er sich nicht entscheiden, ob die Gefühle, die er damals empfunden hatte, als er LA das erste mal sah, eher positiv oder eher negativ auf ihn gewirkt hatten. Es war einfach etwas neues und unbekanntes gewesen, mit seinen jungen Jahren konnte er vieles nicht begreifen. Aber er muss zugeben, dass sein Leben anfangs eigentlich ziemlich gut verlief, selbst, wenn sich schon früh zeigte, dass in der Familie Warren etwas nicht richtig war. Was genau, erfuhr Noah erst, als er 14 Jahre alt wurde. Davor hatte er also schon sieben Jahre lang bei Danielle und Stephen gelebt und sich recht gut als ihr neuer Sohn eingewöhnt. Seine Mutter liebte ihn bedingungslos und sein Vater... nun, das Verhältnis war immer etwas kühl und distanziert gewesen, aber eine Katastrophe wurde er erst, als Daniellle an Tuberkulose erkrankte und die Medikamente nicht anschlugen. Ab dann an, begann das Leben für den Jugen wieder verdammt beschissen zu werden. Er musste nicht nur mit ansehen, wie seine Mutter langsam an ihrer Krankheit zugrunde ging, sondern auch, wie ihr geliebter Ehemann sie, mit ihrem Wissen, mit anderen Frauen betrog. Ein Mistkerl, verdammtes Arschloch. Noah hatte an dem Grab seiner Mutter nichteinmal weinen können, so wütend war er. Sein "Vater" war nach der Grabrede mit seiner Geliebten verschwunden. Man sagte er trauerte zu sehr, um überhaupt weinen zu können, aber Matt kannte die Wahrheit.

Die nächsten Jahre waren nicht besser, nicht für Noah. Stephen heiratete erneut und wurde zu einem noch größeren Bastard, als sein zweiter Sohn geboren wurde. Sein Adoptivkind wurde so letztendlich zu Luft für ihn, außer er ließ gerade mal seinen Ärger an ihm aus. Geschlagen hatte er ihn jedoch nur einmal, denn danach hatte der Junge ihm gedroht, dass er ihn anzeigen würde. Hass machte sich im Haus der Warrens breit und der junge Vampir zog sich immer weiter zurück. Er war wohl eines der wenigen Kinder, die gerne in die Schule gegangen wären, nur um sich abzulenken (selbst wenn er sich schon immer für Wissenschaften interessiert hatte). Aber ihm war es nunmal nicht vergönnt als "Monster" auf eine Schule für Menschen zu gehen. Und so geschah es, dass er es eines Tages einfach nicht mehr ertragen konnte. Mitten in der Nacht packte er seine Sachen und haute von zuhause ab. Auf die Straße, ohne den geringsten Plan zu haben, was er überhaupt ohne Dach über dem Kopf tun wollte. Man könnte es also als Glück beschreiben, oder war es das Tun eines Schutzengels, dass er durch Zufall herausfand, dass er noch Familie in einem anderen Land hatte? Seine Cousine hatte in England geheiratet und der Brief, den er vor seiner Flucht bekam, verhieß nicht nur, dass er mit so jungen Jahren schon Onkel war, sondern auch, dass er eingeladen war der feierlichen Taufzeremonie beizuwohnen; mit bezahltem Hin- und Rückflug inklusive. Nur, als Noah seine Cousine am Flughafen begrüßte und Stunden darauf den Ozean überquerrte, wusste er, dass er nicht in seine persönliche Hölle zurückkehren wollte.

Das Leben in England war nicht gerecht. Neben dem Krieg mit der "Eingeborenen", musste Noah seit Beginn auch einen Krieg mit dem Überleben führen. Und eine Schlacht ohne Waffen war nicht leicht zu gewinnen. Die ersten Monate hatte er noch bei seiner Cousine verbracht, die sich zwar um eine längere Aufenthaltsgenehmigung für den Jungen bemühte, als diese aber abgelehnt wurde, tat er der Türkishaarige das, was er am besten konnte, abhauen. Wieder landete er auf der Straßen, diesmal in den Fängen einer Straßengang mit dem verheißungsvollen Namen "DOLLARS". Hier verlor Noah für längere Zeit seine Identiät und so wurde aus ihm "Joker".
Ich war jung, verdammt naiv und sollte meine Lektion auf die harte Tour lernen. Das erste, was man mir beibrachte, war, welche Stellung ich in der Rangordnung hatte. Die DOLLARS waren bekannt dafür, dass sie nicht vor Gewalt zurückschreckten und wenn einer ihrer "Hunde" nicht hören wollte, dann prügelten sie ihm das Verständnis eben ein. Keine schöne Erfahrung, das kann ich euch sagen. Ich hatte Glück, dass ich alle Körperteile behalten durfte, obwohl ich mich von Anfang an gegen alles gewehrt hatte. Unterordnung war nie meine Stärke gewesen. Aber irgendwann sah ich ein, dass es keinen Sinn hatte. Ich war allein und ich war zu schwach. Folge zu leisten, war das einzige, was mir jetzt noch blieb. Ich hatte nichts und das einzige, was ich gewann, waren verdammt viele Erfahrung. Es waren vielleicht nicht meine besten Jahre und ich bin beiweitem nicht stolz auf das, was ich währendessen getan habe, aber ich habe auch nicht vor jetzt darüber zu weinen. Zumal ich nie gänzlich die Beherrschung über mich verlor. Ich begann zwar mit 15 zu rauchen, besaufte mich jedoch nie zur Ohnmacht, nahm keine harten Drogen und prügelte mich nur, um mich oder andere zu verteidigen. Gut, ich verlor vielleicht mehr als nur einmal meine Unschuld, ließ mich in einem dunklen Hinterhof piercen und tättowieren, aber ich tat nie etwas, mit dem ich mir mein Leben hätte ruinieren können. Es war okay, weil ich wusste, dass es irgendwann mehr als das sein würde. Es waren solche Momente, an denen ich erkannte, dass ich noch nicht gestorben war.

Von der St. Sophia hörte Noah das erste mal durch Zufall. Begeistert von der Idee, endlich auf einen Schule gehen zu können, auf der er seine Fähigkeiten und Kräfte weiterentickeln konnte, wie auch wieder ein sicheres Dach über dem Kopf zu haben, versuchte er sein Glück diese Anstalt zu finden und sich für diese zu bewerben. Nach ein paar Wochen wandte sein Schicksal sich schließlich...
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Bree
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BeitragThema: Re: Noah Warren   So Feb 13, 2011 1:26 am

...
Alter! xD
Angenommen! Like a Star @ heaven

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Mopp, mopp! °^°
Die Moderatorin des Grauens und dein schlimmster Alptraum
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